Projektdesign

GeMuKi ist ein Innovationsprojekt

Die neue Versorgungsform GeMuKi leistet einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des Gesundheitssystems gemäß des Nationalen Gesundheitsziels "Gesundheit rund um die Geburt", indem sie gesundheitsförderliche Strukturen in Form präventiver Beratungen in die Routineversorgung einbettet. Sie setzt wesentliche Forderungen der Europäischen Union sowie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Stärkung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung um. Das GeMuKi-Projekt fördert eine strukturierte, verbindliche Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen ärztlichen bzw. nicht-ärztlichen Berufsgruppen und Einrichtungen in der Versorgung von Schwangeren und Kindern bis zum zweiten Lebensjahr. GeMuKi trägt wesentlich zur Weiterentwicklung fachlicher Kompetenzen, der gezielten Patientensteuerung sowie der Kontinuität und Qualität der Versorgung bei.

 

Projektdesign

Förderdauer: 4 Jahre (von 10/2017 bis 9/2021)

Durchführung: Als Pilotphase wird in Baden-Württemberg in acht Regionen (vier Interventions- und vier Kontrollregionen) eine Interventionsstudie (Cluster-RCT) mit begleitender Prozessevaluation durchgeführt. Die Intervention umfasst eine Stichprobengröße von 2.550 Teilnehmerinnen.

Das Projekt wird in folgenden Regionen durchgeführt: Ortenaukreis, Mannheim/Heidelberg/ Rhein-Neckar-Kreis, Stuttgart/LKr. Esslingen, Heilbronn/LKr. Heilbronn, Ostalbkreis, Freiburg/LKr. Breisgau-Hochschwarzwald, Karlsruhe/ LKr. Karlsruhe, Pforzheim/Enzkreis

Versorgungsziel:

Primäre Endpunkte (patientenbezogen): Reduktion des Anteils Schwangerer mit übermäßiger Gewichtszunahme in der Schwangerschaft gemäß Empfehlungen des Institute of Medicine (IOM). Gesundheitskompetenz, Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen, Gewichtsentwicklung von Mutter und Kind, Entwicklungsstatus des Kindes. Lebensstil und psychische Gesundheit der Mutter, Auswirkungen auf die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen.

Sekundäre Endpunkte (systembezogenbezogen): Vernetzung von medizinischem und nicht-medizinischem Fachpersonal Ergänzung der regulären Vorsorgeuntersuchungen um präventive Beratung sowie Stärkung der kommunikativen Kompetenz der Leistungserbringer.

Karte Baden-Württemberg