Die wichtigsten Fragen & Antworten zur Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb)

Was ist peb?

Die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) ist ein offenes Bündnis mit über 100 Mitgliedern aus öffentlicher Hand, Wissenschaft, Wirtschaft, Sport, Gesundheitswesen und Zivilgesellschaft. Sie alle setzen sich bei peb aktiv für eine ausgewogene Ernährung sowie regelmäßige und ausreichende Bewegung als wesentliche Bestandteile eines gesundheitsförderlichen Lebensstils bei Kindern und Jugendlichen ein.

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Welche Ziele hat peb?

Kinder brauchen ein gesundheitsförderndes Umfeld, um ihr Entwicklungspotenzial entfalten zu können. Daher fördert peb einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung sowie regelmäßiger und ausreichender Bewegung bei allen Kindern und Jugendlichen, um zum Rückgang der Prävalenz von Übergewicht beizutragen. Um dies zu erreichen, wendet sich peb zielgruppengerecht sowohl an Multiplikatoren und Eltern, als auch direkt an Kinder und Jugendliche.

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Wie weit verbreitet sind Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland?

Die KiGGS-Studie des Robert-Koch Instituts von 2006 zeigt, dass 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland übergewichtig und 6,3 Prozent adipös (fettleibig) sind. Von den 80er Jahren bis 2006 wird ein Anstieg der Häufigkeit von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen um 50 Prozent und bei Adipositas um 100 Prozent festgestellt. Im Rahmen des KiGGS-Motorikmoduls (MoMo) werden zudem schwere Defizite bei Kraft und Motorik festgestellt, so hat beispielweise die erreichte Weite im Standweitsprung innerhalb von 30 Jahren um 16 cm abgenommen. Der stärkste Anstieg ist im Grundschulalter festzustellen. Soziale Risikofaktoren wie ein niedriger sozialer Status oder ein Migrationshintergrund haben entscheidenden Einfluss auf die Übergewichtsentwicklung. Seit 2006 wurden keine belastbaren Daten zur Übergewichtsentwicklung bei Kindern und Jugendlichen insgesamt mehr vorgelegt. Die aktuellen Schuleingangsuntersuchungen aus dem Jahr 2011 zeigen jedoch, dass in diesem Alter die Übergewichtsrate in den meisten Bundesländern stagniert oder sogar zurückgeht.

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Wie kann der Übergewichtsentwicklung erfolgreich entgegengewirkt werden?

Die Übergewichtsentwicklung ist multifaktoriell bedingt, d.h. nur die gesundheitsförderliche Gestaltung der kindlichen Lebenswelt beugt Übergewicht wirksam vor. Daher müssen wirksame Maßnahmen der Gesundheitsförderung an den unterschiedlichen Facetten des kindlichen Lebensstils ansetzen. Dazu zählen neben der Ernährung und Bewegung insbesondere die Handlungsfelder „Sitzender Lebensstil“, Tagesrhythmik, Schlaf und Medienkonsum. Eine Veränderung des kindlichen Lebensstils bedarf der Expertise und Partner aus allen gesellschaftlichen Bereichen wie z.B. Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, wie sie die Plattform Ernährung und Bewegung vereint. Maßnahmen der Gesundheitsförderung sind dann erfolgversprechend, wenn positive Botschaften kommuniziert werden und wenn sie an vorhandene Ressourcen anknüpfen sowie den organisatorischen Kontext berücksichtigen. Weitere Informationen finden Sie hier.

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Seit wann gibt es peb und was hat peb erreicht?

Die Plattform Ernährung und Bewegung wurde 2004 durch die entscheidenden Akteure aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gegründet. Gesundheitsförderung und Übergewichtsprävention sind langfristige Prozesse, die auf viele Einflussfaktoren wirken müssen. Seit 2006 wurden keine belastbaren Daten zur Übergewichtsentwicklung bei Kindern und Jugendlichen insgesamt mehr vorgelegt. Die Schuleingangsuntersuchungen von 2011 zeigen jedoch, dass in diesem Alter die Übergewichtsrate in den meisten Bundesländern stagniert oder sogar zurückgeht. Gemeinsam mit anderen Akteuren der Gesundheitsförderung hat peb dazu beigetragen ein Klima zu schaffen, in dem das Problem ursachengerechter diskutiert und entsprechende Handlungsansätze entwickelt werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

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Welche Mitglieder und Mitgliedergruppen unterstützen peb?

Als breites gesellschaftliches Bündnis umfasst peb alle gesellschaftlichen Kräfte aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, die für die Gesundheitsförderung und die Prävention von Übergewicht Verantwortung übernehmen. Die Gründungsmitglieder repräsentieren jeweils eine Mitgliedergruppe, welche die Arbeit der Plattform Ernährung und Bewegung gleichberechtigt gestalten.

  • Mitgliedergruppe Öffentliche Hand: Gründungsmitglied Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
  • Mitgliedergruppe Ernährungswirtschaft: Gründungsmitglied Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V (BLL)
  • Mitgliedergruppe Sport: Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) vertreten durch die Deutsche Sportjugend e.V (DSJ)
  • Mitgliedergruppe Bildung / Erziehung / Verbraucher: Gründungsmitglied BundesElternRat (BER)
  • Mitgliedergruppe Wissenschaft: Gründungsmitglied Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V (DGKJ)
  • Mitgliedergruppe Gesellschaftliche Gruppen, Institutionen und Unternehmen: Gründungsmitglied Gewerkschaft NahrungGenussGaststätten (NGG)
  • Mitgliedergruppe Gesundheit

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Wie werden Entscheidungen bei peb getroffen?

Alle Mitglieder und Mitgliedergruppen haben bei peb die gleichen Einflussmöglichkeiten. Jedes Mitglied hat – unabhängig vom Beitragssatz – entsprechend dem deutschen Vereinsrecht das gleiche Stimmrecht. Darüber hinaus sind alle peb-Gremien entsprechend der Mitgliedergruppen paritätisch besetzt. Die Mitgliedschaft bei peb schließt explizit aus, dass Produkte durch die Mitgliedschaft beworben werden. Ebenso sind im Rahmen der peb-Projekte Botschaften für oder Hinweise auf Produkte, Marken oder Unternehmen ausgeschlossen.

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Wie wird die Arbeit von peb finanziert?

Die Finanzierung von peb basiert im Wesentlichen auf zwei Säulen. Die Arbeit der peb-Geschäftsstelle wird aus den Mitgliedsbeiträgen finanziert, wobei die Beitragsordnung sich an den finanziellen Möglichkeiten der Mitglieder orientiert. peb erhält zudem Drittmittel zur Finanzierung von Projekten und Maßnahmen der Gesundheitsförderung. So werden beispielsweise die Projekte „Regionen mit peb IN FORM“, „9+12 – Gemeinsam gesund in Schwangerschaft und erstem Lebensjahr“ sowie „KiCo – Kita-Coaches IN FORM“ im Rahmen des Nationalen Aktionsplans IN FORM aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags finanziert.

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Welche Grundsätze liegen der Arbeit von peb zugrunde?

Alle Botschaften und Maßnahmen der Plattform Ernährung und Bewegung zeichnen sich dadurch aus, dass sie an vorhandene Stärken und Strukturen anknüpfen und ganzheitlich angelegt sind. peb kommuniziert positive Botschaften, knüpft an vorhandene Ressourcen an und setzt sich für ursachengerechte Lösungsansätze ein, die der multifaktoriell bedingten Übergewichtsentwicklung gerecht werden. Dabei beschränkt sich peb nicht auf isolierte Bewegungstipps oder Ernährungsempfehlungen, sondern nimmt den gesamten Lebensstil in den Fokus. peb betrachtet Ernährung und Bewegung als die entscheidenden Einflussfaktoren für einen gesunden Lebensstil, die über die Energiebilanz unmittelbar miteinander verknüpft sind. Der Arbeit von peb liegt eine 360°-Perspektive zugrunde, die Wissenschaft und Praxis interdisziplinär miteinander verknüpft.

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In welchen Handlungsfeldern und mit welchen Projekten engagiert sich peb?

Die Arbeit der Plattform Ernährung und Bewegung lässt sich in vier Bereiche unterteilen, die eng miteinander verzahnt sind:

  • Vernetzung & Plattform: peb fördert die Vernetzung der Akteure und Kompetenzen in der Präventionslandschaft in Deutschland zu einem funktionierenden und auf Synergien ausgerichteten Netzwerk und bietet den Akteuren ein Forum für den Dialog. Gebündelte Kompetenzen und relevante Erkenntnisse bringt peb in die gesellschaftliche und politische Debatte ein.
  • Kompetenzzentrum: Die Kompetenz von peb erwächst aus wissenschaftlichen und praktischen Erkenntnissen, der peb-eigenen Arbeit, den Aktivitäten und dem Zusammenspiel mit den peb-Mitgliedern und den beratenden Experten.
  • Projekte: Die Kompetenz von peb erwächst auch aus der Entwicklung, Durchführung und Evaluation eigener Pilotprojekte. Diese sind derzeit:

    • 9+12 Gemeinsam gesund in Schwangerschaft und erstem Lebensjahr
    • KiCo – Kita-Coaches IN FORM
    • Regionen mit peb IN FORM
    • Kooperationsprojekte zur Gesundheitsförderung bei Migranten und zum Sitzenden Lebensstil
    • TV-Helden Peb & Pebber

  • Kooperationsprojekte:

    • ekip – Werkstatt Gesundheitsförderung
    • Lale – iss bewusst und sei aktiv
    • Lecker tafeln!

    Kommunikation: peb informiert Akteure, Multiplikatoren und Öffentlichkeit sowie die peb-Mitglieder über Themen zur Gesundheitsförderung, Bewegung und Ernährung, um so neue Erkenntnisse zu einem gesunden Lebensstil bekannt zu machen und zu Anwendung zu bringen. Darüber hinaus entwickelt und fördert peb Kommunikationsinstrumente zur Ansprache der relevanten Zielgruppen.

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    Wie arbeitet peb mit dem nationalen Aktionsplan IN FORM zusammen?

    IN FORM als politische Initiative und die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. als gesamtgesellschaftliches Bündnis dienen dem gemeinsamen Ziel, einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung sowie regelmäßiger und ausreichender Bewegung zu fördern. peb arbeitet insbesondere im Bereich Kinder und Jugendliche eng und partnerschaftlich mit
    IN FORM zusammen. Die von peb gesammelten Kompetenzen, Erkenntnisse und Erfahrungen stehen IN FORM zur Verfügung und können adaptiert und in die Breite getragen werden. Jeweils etablierte Arbeits- und Netzwerkstrukturen können genutzt werden, um die Effizienz, Effektivität und Qualität präventiver Ansätze zu verbessern und einen gesundheitsfördernden Lebensstil zu verbreiten. Die peb-Projekte „9+12 Gemeinsam gesund in Schwangerschaft und erstem Lebensjahr“, „KiCo – Kita-Coaches IN FORM“ sowie „Regionen mit peb IN FORM“ werden durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags gefördert.

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