Über das Projekt

Ziel von Familie⁺ ist es, bei Grundschulkindern und ihren Familien einen gesunden Lebensstil mit mehr Bewegung und ausgewogener Ernährung zu fördern. Kinder und ihre Familien sollen als Ganzes erreicht und Veränderungen sollen im Familienalltag nachhaltig verankert werden.

Hintergrund ist, dass Kinder und Jugendliche, die an Übergewicht leiden, erwiesenermaßen ein erhöhtes Risiko haben, als Erwachsene an Adipositas zu erkranken. Deshalb ist es wichtig, bereits im Grundschulalter Verhaltensweisen und Rahmenbedingungen für ein gesundheitsförderndes Verhalten zu verankern und damit das Entstehen von Übergewicht zu verhindern.

Zentraler Aspekt des Projekts ist die Verknüpfung der beiden Lebenswelten Schule und Familie. Die Grundschule ist für Kinder eine sehr wichtige Lebenswelt, um entsprechende gesundheitsfördernde Verhaltensweisen aufzubauen und zu festigen. Programme zur Gesundheitsförderung wirken aber nur dann nachhaltig, wenn es auch gelingt, die Familien der Kinder einzubeziehen. Im Projekt werden deshalb Maßnahmen für die beiden Lebenswelten konzipiert, an lokale Bedingungen angepasst und umgesetzt. Mit einer Kombination der Lebenswelten Familie und Schule sollen die Themen Ernährung, Bewegung, Schlaf und Sitzverhalten angesprochen und gesundheitsfördernd gestaltet werden.

Ein wichtiger Aspekt von Familie⁺ ist die Einbettung der Maßnahmen in einen kommunalen Rahmen. Eine der ersten Aufgaben von peb war es, drei Regionen zu finden, in denen die Maßnahmen gemeinsam mit Akteuren vor Ort umgesetzt werden können. Hierfür hat peb unter anderem die im Projekt „Kommunale Gesundheitsmoderation“ geschaffenen Strukturen und Kontakte genutzt. Mit dem Landkreis Oberhavel, dem Saarpfalz-Kreis und der Stadt Leipzig wurden drei sehr unterschiedliche Modellregionen gefunden.

Teil des partizipativen Projektansatzes ist es, alle wesentlichen Akteure einzubinden, um die jeweiligen Schwerpunkte in den Maßnahmen gemeinsam auszuwählen, anzupassen und umzusetzen.

Die Entwicklung und Umsetzung der Maßnahmen werden sowohl im Bereich der Lebenswelten der Teilnehmenden wie auch auf kommunaler Ebene begleitet und regelmäßig evaluiert. Zudem wird überprüft, ob und in welcher Weise die Projektergebnisse auch auf andere Regionen bzw. Kommunen übertragbar sind.